Das Dokument ist das Ergebnis eines umfangreichen Verfahrens mit öffentlicher Beteiligung und umfasst unter anderem neue Kulturgüter sowie die 16 Gebäude von La Cornisa.
Das Plenum des Ayuntamiento von Puerto del Rosario hat endgültig den städtischen Katalog zum Schutz kultureller Denkmäler (Catálogo Municipal de Protección de Bienes Patrimoniales Culturales) verabschiedet – ein zentrales Instrument zur Sicherung und zum Schutz des historischen, architektonischen, archäologischen und ethnografischen Erbes der Gemeinde.
Das endgültige Dokument umfasst 891 katalogisierte Elemente und ist rechtlich als eigenständiges Planungsinstrument mit dem Rang eines Sonderplans (Plan Especial) ausgestaltet. Nach der Verabschiedung durch das Plenum muss der Beschluss im Amtsblatt der Provinz Las Palmas sowie im Amtsblatt der Kanarischen Inseln veröffentlicht werden, damit er in Kraft treten kann.
Der Bürgermeister von Puerto del Rosario, David de Vera, betonte: „Heute machen wir einen sehr wichtigen Schritt, um das Gedächtnis und die Identität unserer Gemeinde zu schützen. Wir schließen ein langes und komplexes Verfahren mit einem Instrument ab, das klare Regeln festlegt und es uns erlaubt, fast 900 Elemente zu bewahren, die Teil der Geschichte von Puerto del Rosario und seiner Ortschaften sind.“
De Vera hob zudem den gemeinschaftlichen Charakter der geleisteten Arbeit hervor: „Es geht nicht nur darum, ein Verwaltungsdokument zu verabschieden. Es geht darum, ein dauerhaftes Instrument zu hinterlassen, damit unser Kulturerbe geschützt bleibt und künftige Generationen darin weiterhin einen wesentlichen Teil unserer Geschichte erkennen können.“
Das Verfahren zur Erstellung des Katalogs begann 2023 und durchlief verschiedene Phasen der Umweltprüfung, technischer und rechtlicher Gutachten, öffentlicher Auslegung sowie der Konsultation weiterer Behörden. Die vorläufige Genehmigung erfolgte am 19. Mai 2025. Im Laufe des Verfahrens gingen 179 Anfragen und Einwendungen ein, hinzu kamen die fachlichen Stellungnahmen der Regierung der Kanarischen Inseln, des Cabildo de Fuerteventura und weiterer Behörden.
Als Ergebnis dieses Beteiligungs- und Überprüfungsprozesses wurde die Aufnahme von 39 neuen Elementen auf Antrag der Behörden sowie weiteren 21 auf Vorschlag von Privatpersonen vorgeschlagen – ein Beleg dafür, dass sich das endgültige Dokument gegenüber der ursprünglich genehmigten Fassung weiterentwickelt hat.
Der Beigeordnete für historisches Erbe, David de León, erklärte: „Der Katalog, den wir heute verabschieden, ist das Ergebnis von Zuhören, Überprüfen und Verbessern. Die Beiträge der Bürgerinnen und Bürger, die Arbeit der Fachleute und die Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen haben es ermöglicht, Erfassungsblätter zu korrigieren, neue Elemente aufzunehmen und den Schutz von Gütern zu verstärken, die für unsere Gemeinde von großem Wert sind.“
„Wir wollten ein präzises, nützliches und rechtssicheres Dokument. Mit dieser Verabschiedung verfügt Puerto del Rosario über eine solide Grundlage zur Verwaltung seines Kulturerbes und zugleich über ein Instrument, das bei Bedarf weiter aktualisiert werden kann“, fügte der Beigeordnete hinzu.
Der Schutz von La Cornisa
Eines der komplexesten Themen während des Verfahrens war die Situation der 16 Gebäude von La Cornisa, die aufgrund damals bestehender rechtlicher Bedenken aus dem ursprünglich genehmigten Dokument herausgenommen worden waren. Später bestätigten Gutachten der Generaldirektion für Kultur und Kulturerbe der Regierung der Kanarischen Inseln sowie des Dienstes für Kulturerbe des Cabildo de Fuerteventura ihren kulturhistorischen Wert und die Notwendigkeit ihres Schutzes.
Das Plenum beschloss im März 2026 ihre Wiederaufnahme in den Katalog sowie die Eröffnung des entsprechenden neuen Anhörungs- und Beteiligungsverfahrens, sodass diese Gebäude nun endgültig Teil des verabschiedeten Dokuments sind.
Das Verfahren stützt sich zudem auf das verbindliche befürwortende Gutachten des Dienstes für Kulturerbe des Cabildo de Fuerteventura, das bestätigt, dass der Katalog die von der kanarischen Kulturerbe-Gesetzgebung geforderten Mindestinhalte erfüllt, und mit dem das Verfahren vor der endgültigen Verabschiedung abgeschlossen werden konnte.
Mit dieser Verabschiedung schließt das Ayuntamiento einen vor mehr als drei Jahren begonnenen Prozess ab und stattet die Gemeinde mit einem rechtlichen Instrument aus, das dazu dient, ihr kulturelles Erbe zu bewahren, Rechtssicherheit zu schaffen und jene Güter zu schützen, die Teil des Gedächtnisses und der Identität von Puerto del Rosario sind.











