Die IV. Umwelttechnische Fachtagung befasst sich mit der Situation des Seeregenpfeifers und des Kanarenschmätzers, der Vogelüberwachung durch das Netzwerk VIGIA sowie der Bedeutung der Umweltaufklärung
Der Cabildo de Fuerteventura hat am Dienstag die IV. Umwelttechnische Fachtagung (IV Jornada Técnica Medioambiental) veranstaltet, die sich dem Schutz der Vogelwelt der Insel widmete. Das Programm brachte Fachleute, Forscher und Experten zusammen, um Wissen und Erfahrungen über den Zustand der Vogelarten der Insel sowie die wichtigsten Herausforderungen für deren Schutz auszutauschen.
Die Tagung fand im Palacio de Formación y Congresos de Fuerteventura statt und wurde von der Umweltabteilung (Consejería de Medio Ambiente) im Rahmen des Umwelt-Fortbildungsprogramms 2026 (Programa de Cursos, Jornadas y Conferencias Medioambientales) organisiert. Die Eröffnung übernahmen der Umweltbeauftragte Carlos Rodríguez und der Inseldirektor für ökologischen Wandel, Umweltnachhaltigkeit und Biosphärenreservat, José Domingo Fernández.
Der zuständige Beauftragte Carlos Rodríguez betonte die Bedeutung der Kenntnis der Inselbiodiversität für deren Erhalt und erklärte: „Zu wissen, was wir in unserer Umgebung haben, ist entscheidend, um unseren natürlichen Reichtum zu schützen und dafür zu sorgen, dass er Bestand hat.“
Seeregenpfeifer und Kanarenschmätzer im Mittelpunkt des Programms
Die Veranstaltung begann mit dem Vortrag „Der Seeregenpfeifer auf Fuerteventura: Situation, Monitoring und Herausforderungen für den Artenschutz“, gehalten von Gustavo Tejera, Fachtechniker für Umweltbildung und -kontrolle sowie Ornithologe. Der Experte unterstrich die Notwendigkeit, angesichts der Lage dieser Art zu handeln, und erklärte: „Der Seeregenpfeifer ist eine emblematische Art, deren Bestände rückläufig sind. Daher ist es unerlässlich, ihre Biologie zu kennen und Maßnahmen zu ihrem Schutz zu ergreifen.“
Anschließend befasste sich Juan Carlos Illera, wissenschaftlicher Forscher am Consejo Superior de Investigaciones Científicas im Instituto Mixto de Investigación en Biodiversidad (IMIB-CSIC), in seinem Vortrag „Verlieren wir den Kanarenschmätzer? 20 Jahre Rückgang und eine Herausforderung vor uns“ mit der Entwicklung dieser Art.
Das Programm wurde mit dem Vortrag „Netzwerk VIGIA und Zustand der Vogelarten auf Fuerteventura“ fortgesetzt, gehalten von Miguel Ángel Cabrera, Techniker der Regierung der Kanarischen Inseln (Gobierno de Canarias). Dieser Beitrag vertiefte das Thema der Überwachung der Vogelbestände und die Bedeutung verlässlicher Daten, um deren Zustand zu erfassen und Schutzmaßnahmen gezielt auszurichten.
Umweltaufklärung als Instrument des Naturschutzes
Die Tagung umfasste zudem die Vorstellung und Vorführung des Dokumentarfilms „Fuerteventura, un desierto lleno de vida“ (Fuerteventura, eine von Leben erfüllte Wüste) von Pedro Felipe Acosta, Regisseur für Naturfilme. Seine dokumentarische Arbeit widmet sich der Vermittlung der Biodiversität der Kanarischen Inseln und der Förderung des Interesses am Schutz der Wildtiere des Archipels.
Den Abschluss des Programms bildete eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Vogelwelt Fuertaventuras: Schutz, Monitoring und Sensibilisierung“, moderiert von José Domingo Fernández Herrera, Inseldirektor für wirtschaftliche Entwicklung, ökologischen Wandel, Umweltnachhaltigkeit und Biosphärenreservat des Cabildo. Daran nahmen Gustavo Tejera, Juan Carlos Illera, Miguel Ángel Cabrera und Pedro Felipe Acosta teil, die ihre Perspektiven aus ihren jeweiligen Arbeitsbereichen einbrachten.
Mit dieser vierten Ausgabe bekräftigt der Cabildo de Fuerteventura sein Engagement für Fortbildung, Wissensaustausch und Umweltsensibilisierung als Instrumente, um den Schutz der Inselbiodiversität voranzutreiben und die Bevölkerung stärker in die Erhaltung des Naturerbes einzubinden.










